Mogelnde Verpackungen und luftige Versandkartons

Du kennst es auch. Es klingelt an der Tür. Du machst auf und eine gelb-uniformierte Person hält dir ein riesiges Paket entgegen. Dein Gedanke: „Wow, was bekomme ich denn da?“ Ein angenehm aufregendes, nervöses und neugieriges Gefühl macht sich breit. „Was ist das nur? Ich habe doch nichts bestellt.“

Du trägst das riesige Paket in die Küche und stellst es auf den Tisch. Das Paket ist so groß, dass du den Obstkorb zur Seite stellen musst. Du fängst an das Paket aufzumachen. Erst langsam und dann immer schneller. Ungeduld und Vorfreude treiben dich voran. Du kämpfst dich durch ein Meer an weißen, knuspernden Verpackungschips. Am Ende sieht es aus, als hätte ein Tornado das Paket aufgerissen und die weißen Chips überall in deiner Küche verteilt. Und mit was stehst du am Ende da? Einer Miniglühbirne von 2 x 3 cm.

Sowas ähnliches ist mir neulich passiert. Ich habe Produktmuster von 3 verschiedenen Faltschachteln bestellt. Die Bilder zeigen dir, wie sie verschickt wurden. Was hat sich der Versandverantwortliche dabei nur gedacht? Nichts? Oder gab es etwa keine andere Verpackung? Und wieso zum Teufel wurden die Muster in 2 verschiedenen Paketen geliefert und nicht zusammen? Beide kamen zur gleichen Zeit an.


Dieses Erlebnis hat mich zu diesem Beitrag inspiriert. Das Ziel? Vielleicht liest dies ja der Versandverantwortliche und erkennt, dass es Verbesserungsmöglichkeiten gibt … und ich kann nebenbei etwas Dampf ablassen.

 

Mogelnde Verpackungen

Mogelnde Verpackungen Infografik
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Luftige Versandkartons

Umweltbelastung Versand

Schätzungen zufolge sind Pakete bei Onlinebestellungen im Durchschnitt etwa zur Hälfte gefüllt.3 Das bedeutet, dass wir ganz viel Luft verschicken. Ressourcenverbrauch, Benzinverbrauch und CO2-Ausstoß nur um Luft zu verschicken. Dazu kommt, dass das Verpackungsmaterial bei Ankunft normalerweise sofort im Müll landet. Weiterhin wird vermutet, dass jedes dritte Paket zurückgeschickt wird.4 Das Wirschaftsmagazin “PlusMinus” hat ausgerechnet, dass jeden Tag 800000 Pakete zurückgeschickt werden. Das sind dann etwa 400 Tonnen CO2. Jeden Tag.

Fazit

So nun habe ich mich genug aufgeregt. Zeit, etwas zu tun. Da Mogelpackungen und halb leere Versandkartons eine Höllenerscheinung sind, bin ich froh, dass wir uns bei hautTATSACHEN entschieden haben, bei Onlinebestellungen die äußere Verpackung einfach wegzulassen. So wird weniger Material verschickt und es wird weniger weggeworfen. Für unsere Gesichtscreme haben wir außerdem einen maßangefertigen Versandkarton bestellt. So können wir auf Füllmaterial verzichten! :) Hoffentlich machen das bald auch andere.

 

6 Kommentare

  1. Ich denke auch, dass es mit den Versandkosten zu tun hat…da sollte noch differenziert werden, sodass man Mini-Päckchen verschicken kann und nicht immer gleich ein richtiges Paket. Wenn der Preis dann deutlich niedriger ist wäre das doch auch wirtschaftlicher für den Versender (: .
    Aber es ist natürlich auch nicht mehr so übersichtlichk, wenn es 10 verschiedene Versandoptionen für Pakete gäbe x) …ich bin schon ganz gespannt auf eure Gesichtscreme *hihi*. Liebe Grüße.

    1. Genau, die Logistik, die Versandkosten und der Aufwand sind wohl das Problem … leider auf Kosten der Umwelt und zum Ärgernis der Empfänger. Umso mehr freuen wir uns, dass wir den Überblick über unsere Verpackungen behalten können :) Toll, dass du dich so auf die Gesichtscreme freust … wir zählen auch schon die Tage runter und sind außerdem sehr gespannt auf auf deine Erfahrungen – sowohl mit unserer Verpackung als auch mit der Creme selbst ;)!

  2. Ich gebe dir recht, manchmal ist die Größe der Umkartons zum Haareraufen. Als ich vor einiger Zeit einen einzigen Lippenstift bestellt habe und dieser in einem Karton kam, in den locker ein Paar Stiefeletten gepasst hätte, habe ich schon am Verstand meiner Mitmenschen gezweifelt. Aber vermutlich ist es Absicht, nur welche? Werbung? Als seien Kartons wie Plastiktüten, die wir als Werbung auf 2 Beinen durch die Gegend tragen? Beim Empfänger Aufmerksamkeit erregen, damit der nur ja nicht vergisst, wo er bestellt hat, um dort wieder zu bestellen? Ich verstehe es wirklich nicht.
    Aber es gibt auch schon Positivbeispiele, das sollte nicht unerwähnt bleiben!
    Und als Verbraucher sind wir schließlich auch nicht ganz unbeteiligt: Wenn schon online-shopping, dann doch bitte nicht wegen jedem Kleinkram einzeln…

    1. Ich glaube es ist eher ein Vorratsproblem. Wenn ein Online Shop viele verschiedene Produkte mit verschiedenen Größen anbietet, braucht man verschiedene Versandkartongrößen. Der Mitarbeiter im Versand muss dann immer je nach Bestellung einen geeigneten Karton finden oder überhaupt erst mal haben. Es ist um einiges teurer sich Kartons verschiedener Größen anzuschaffen (und diese vielleicht alle auch noch zu bedrucken) als nur einen Standardkarton zu haben. Und mit einem Karton sind die Portogebühren auch immer gleich. Ich denke, dass es ein Aufwandsproblem ist. Vielleicht beschweren sich auch nicht genug Leute. Aber ich finde es schon ärgerlich, wenn man mehr Müll als Produkt geschickt bekommt.
      Du hast aber recht! Es gibt auch viele, die sich tatsächlich Gedanken machen.

  3. Ich kann mir das nicht ganz vorstellen, ohne Versankarton?

    Ich habe total viel für meine persönliche Bilanz getan diesen Sommer, ich bin sehr oft geradelt statt Auto oder Bus zu fahren. Nicht nur Päckchen gondeln durch die Gegend, auch wur. Wenn jeder ein miniminibischen mitmacht, so wie ihr mit passenden Verpackungen, summiert es sich zu einer großen Sache auf.

    1. Nee, nee. Klar gibt es einen Versandkarton. Aber das Produkt selber hat keine 2te Verpackung. Normalerweise bekommt man ja Dinge nochmal in einer Faltschachtel z.B.. Wir haben uns entschieden den Versandkarton so anzupassen, dass wir die Rundverpackung (die es im Laden gibt) bei einer Online Bestellung nicht brauchen.
      Ich glaube auch, dass kleine Verbesserungen durch viele Menschen zu großen Veränderungen führen können.

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